Spielzeuge sollen nach Themen und nicht mehr nach Geschlecht sortiert werden, fordern Eltern. © change.org

Spielzeuge sollen nach Themen und nicht mehr nach Geschlecht sortiert werden, fordern Eltern.

Händler vermarktet Spielwaren geschlechtsneutral

fs / 14. Apr 2014 - Die Spielwarenkette Toys'R'Us sortiert in ihren Geschäften in Grossbritannien Spielzeuge nicht mehr nach Geschlecht.

Eine entsprechende Änderung der Verkaufspolitik hatte die Elterninitiative «Let Toys Be Toys» (Lasst Spielzeug Spielzeug sein) verlangt. Sie hat Spielwarenunternehmen aufgefordert, Kinder in ihrer Entwicklung nicht schon früh auf eine Rolle festzulegen und der Fantasie mehr Freiraum zuzugestehen. Megan Perryman, Sprecherin der Initiative: «Heute noch wird Jungen und Mädchen gesagt, dass bestimmte Spielsachen nur für Jungen und andere nur für Mädchen sind. Das ist nicht nur irritierend, sondern schränkt die Kinder ein, weil diese Vorgabe ihre Vorstellung darüber, wer sie sind, stark beeinflusst.»

Toys'R'Us Grossbritannien will auch in den Katalogen und in der Werbung keinen Unterschied mehr in der Vermarktung der Spielwaren machen. So sollen Mädchen und Jungen abwechselnd mit einer Spielzeug-Küche, einem Gewehr oder Lego spielen. Andere grosse britische Händler wie Marks&Spencer, Tesco, Sainsbury’s, The Entertainer und TK Maxx wollen ähnliche Schritte unternehmen, berichtet der «Telegraph». In ihren Geschäften soll es keine speziell ausgewiesene Abteilungen für Jungen und Mädchen mehr geben.

Spielzeuge nach Themen sortieren

Bereits letzten Sommer hat das renommierte Warenhaus Harrods eine neue Spielwarenabteilung eröffnet, die nach Themen und nicht nach Geschlecht sortiert ist.

In Schweden sollen in neuen und umgebauten Toys'R'Us-Geschäften die Spielwaren ebenfalls nach Themen und nicht mehr nach Geschlecht oder Farben sortiert werden, berichtet «Sveriges Radio».

In den USA fordert eine Petition Toys'R'Us auf, dem Beispiel seiner europäischen Filialen zu folgen. Damit könne der Konzern Kindern und Eltern die wichtige Botschaft vermitteln, dass die Interessen der Kinder nicht aufgrund ihres Geschlechtes eingeschränkt werden sollten.

Debra Sterling, die mit ihrem noch jungen kalifornischen Kickstarter-Unternehmen GoldieBlox Mädchen mit Spielzeugen für Technik begeistern will, sagt, die Vorurteile seien immer noch gross. «Gemeinsam müssen wir beweisen, dass sie falsch sind.» GoldieBlox hat mit dem witzigen Werbe-Video «Princess Machine» weltweit für Aufsehen gesorgt. Es nimmt die rosarote Spielzeugwelt für Mädchen auf die Schippe und wurde bereits kurz nach dem Start auf Youtube miilionenfach angeklickt.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

Keine

Weiterführende Informationen

Zum Werbe-Video «Princess Machine»
Petition USA

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