Erfolgsrate bei Zeugungen im Reagenzglas stagniert

fs / 09. Mai 2014 - In der Schweiz bekommt nur jede vierte Frau nach einer Zeugung im Reagenzglas eines oder mehrere Kinder.

In der Schweiz liessen sich 2012 rund 6300 Frauen für eine Zeugung im Reagenzglas behandeln. Die Zahl dieser Behandlungen und die Erfolgsrate stagniert. Dies geht aus den neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik hervor.

Danach hatten sich im Jahr 2002 rund 3500 Frauen behandeln lassen. 2010 waren es beinahe 6500. Seither ist die Zahl der behandelten Frauen leicht gesunken.

Die Frauen unterzogen sich einer aufwändigen medizinischen Behandlung, bei der sie durchschnittlich 1,7 Zyklen durchmachten. Ein Zyklus beginnt mit einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke. Danach werden Eizellen entnommen, im Reagenzglas befruchtet und der Embryo in die Gebärmutter transferiert.

Doch nur gut jede Dritte, die im Jahr 2012 diese Prozedur durchmachte, wurde schwanger. Von diesen Schwangeren brachten sieben von zehn ein lebendes Kind zur Welt. Nur knapp 1700 dieser Frauen bekamen eines oder mehrere Kinder. Die grosse Mehrheit der 6300 behandelten Frauen ging also leer aus.

Für diese Erfolgsrate, die seit Jahren bei 25 Prozent liegt, nehmen Frauen viel in Kauf: Die hormonelle Stimulation und die Entnahme von Eizellen sind mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden.

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Weiterführende Informationen

Statistik «Medizinisch unterstützte Fortpflanzung»

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