HPV-Impfung: Wirksamkeit und Risiken sind weitgehend unbekannt. © srf

HPV-Impfung: Wirksamkeit und Risiken sind weitgehend unbekannt.

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs spaltet Fachgremium

upg / 25. Okt 2018 - Fachleute sind uneinig, ob die Impfung junger Mädchen mehr schadet oder nützt. Dies offenbart eine aktuelle Kontroverse.

Die HPV-Impfung, die vor Gebärmutterhalskrebs schützen soll, spaltet die «Cochrane Collaboration», eine Vereinigung von Fachleuten aus Medizin und Forschung aus mehr als 130 Ländern. Cochrane fördert die evidenzbasierte Medizin und legt(e) Wert auf die Unabhängigkeit von der Pharmaindustrie und von Herstellern von Medizinprodukten wie Implantate.

Überblicksstudie

2016 hatte Cochrane eine Spende der «Bill and Melinda Gates Foundation» in Höhe von 1,15 Millionen US-Dollar entgegen genommen. Schon lange finanziert und fördert diese Stiftung HPV-Impfungen zum Vermeiden von Gebärmutterhalskrebs. Im Mai 2018 publizierte Cochrane im «British Medical Journal» eine Überblicksstudie zur HPV-Impfung, wonach die Impfung wirksam sei und kein Risiko schwerer Nervenerkrankungen bestehe.

Kritiker ausgeschlossen

Im Juli 2018 kritisierte der renommierte Mediziner Peter C. Gøtzsche, Vorstandsmitglied der Cochrane, zusammen mit zwei anderen Wissenschaftlern diese Übersichtsstudie. Sie sei «unvollständig» und lasse «wichtige offensichtliche Verzerrungen [«bias»] unerwähnt». Im Herbst wurde Gøtzsche aus dem Vorstand und aus der Cochrane-Dachorganisation ausgeschlossen. Aus Protest verliessen vier weitere Mitglieder den Cochrane-Vorstand. Maryanne Demasi, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Gøtzsche, zitierte Insider, nach denen Vorstands-Mitglieder befürchteten, die Kritik an der HPV-Impfung könne die Sponsorengelder der «Bill&Melinda Gates Foundation» gefährden.

Kritik an Überblicksstudie

Gøtzsche und seine Kollegen warfen etlichen Autoren der Cochrane-Übersicht vor, für Institutionen zu arbeiten, welche Geld von den Impfstoffherstellern erhalten. Sie zeichneten insgesamt ein zu positives Bild der HPV-Impfung:

  • Die Cochrane-Übersicht habe fast die Hälfte aller relevanten Studien unberücksichtigt gelassen. Anstatt nur 26 Studien mit 73'428 Frauen zu analysieren, hätten sie 42 Studien mit 121'704 Frauen berücksichtigen müssen.
  • Die von Cochrane berücksichtigten Studien vergleichen HPV-geimpfte Frauen nicht mit Placebo, sondern mit andern Impfungen oder Wirkungsverstärkern. Mit Placebo-Vergleichen wären Nebenwirkungen besser zu erkennen.
  • Selbst unter den 26 von Cochrane berücksichtigten Studien erkrankten geimpfte Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Doch Cochrane erwähnt diese Fälle nicht.
  • Fast alle berücksichtigten Studien betrafen Frauen im Alter von unter 30 Jahren, welche regelmässig einen Pap-Test machen. Es bleibt deshalb offen, ob die Impfungen oder die Behandlungen nach verdächtigem Pap-Test zu weniger Krebserkrankungen führten.
  • Cochrane kam zum Schluss, dass es bei den Geimpften «mit hoher Sicherheit» nicht zu mehr schweren Nebenwirkungen kam als bei den Kontrollgruppen. Doch Cochrane erfasste zum Teil nur die schweren Nebenwirkungen, die innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung auftraten. Cochrane ignorierte schwere Nebenwirkungen, die in einigen Studien erst bis zu vier Jahren nach der Impfung festgestellt wurden.
  • Die Cochrane-Autoren übergingen eine Studie von 2017, welche schwere Nervenkrankheiten auf die Impfung zurückführte.
  • Die Todesfälle, zu denen die HPV-Impfung möglicherweise beigetragen hat, erfasste Cochrane ungenügend. Bis Ende Mai 2018 erfasste die Statistik der WHO 499 Todesfälle, die wahrscheinlich auf die Impfung zurückzuführen sind.

Wirksamkeit und Risiken

2006 war die erste Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs zugelassen worden. Mittlerweile empfehlen Gesundheitsbehörden weltweit, junge Frauen zu impfen. In immer mehr Ländern gilt diese Empfehlung auch für junge Männer. Die hohen Kosten übernehmen vielerorts die Krankenkassen. Die Wirksamkeit und die langfristigen gesundheitlichen Risiken und Nebenwirkungen der Impfung sind bis heute umstritten.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

keine

Weiterführende Informationen

Kritik von Gøtzsche und Kollegen im «British Medical Journal»

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Eine Meinung

Der Impfstoff enthält den Emulgator Polysorbat-80. Schon seit gut 20 Jahren ist die negative Wirkung auf die Fruchtbarkeit bekannt:
Polysorbate 80 Causes Infertility, An Emulsifier That Can Damage Your Reproductive
Health [http://www.whale.to/vaccine/polysorbate.html] .

Gayle DeLong, Professorin für Wirtschaft und Finanzen, USA, deren Tochter selbst von
HPV-Nebenwirkungen betroffen ist, hat Geburten / Schwangerschaften bei 25- bis 29-jährigen, HPV-geimpften und HPV-ungeimpften Frauen verglichen: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/15287394.2018.1477640
Die von mir übersetzte Zusammenfassung zeigt erschreckende Fakten:
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Die Geburtenraten in den Vereinigten Staaten sind in letzter Zeit gesunken. Die
Geburtenraten pro 1000 Frauen im Alter von 25 bis 29 Jahren fielen von 118 in 2007 auf 105 in 2015. Ein Faktor könnte durch die Impfung gegen das menschliche Papillomavirus (HPV) bedingt sein. Kurz nach der Zulassung des Impfstoffs tauchten mehrere Berichte von geimpften Patientinnen auf, die an primärem Eierstockversagen litten. Diese Studie hat die im National Health and Food Examination Survey gesammelten Informationen analysiert, die 8 Millionen 25- bis 29-jährige Frauen, welche zwischen 2007 und 2014 in den Vereinigten Staaten wohnten, umfasste. Etwa 60% der Frauen, die den HPV-Impfstoff nicht erhalten hatten, waren mindestens einmal schwanger, während es nur 35% der Frauen waren, die den Impfstoff bekommen hatten. Bei verheirateten Frauen wurden 75%, die nicht geimpft waren, schwanger, während nur 50% der Geimpften jemals schwanger wurden.
Mithilfe logistischer Regression zur Analyse der Daten wurde die Wahrscheinlichkeit, einer Schwangerschaft für Frauen geschätzt, die einen HPV-Impfstoff erhielten, verglichen mit Frauen, die nicht geimpft waren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen, die die HPV-Impfung erhielten, mit geringerer Wahrscheinlichkeit jemals
schwanger waren als Frauen in der gleichen Altersgruppe, die die Impfung nicht erhielten.
Wenn 100% der Frauen in dieser Studie den HPV-Impfstoff erhalten hätten, deuten die
Daten darauf hin, dass die Zahl der Frauen, die jemals schwanger wurden, um 2 Millionen gesunken wäre. Weitere Untersuchungen des Einflusses von HPV-Impfstoffen auf die Fruchtbarkeit sind somit gerechtfertigt.
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Zur Erläuterung:
Primäres Eierstockversagen (primary ovarian failure) = die Menstruation setzte nie ein;
Vorzeitiges Eierstockversagen (premature ovarian failure) = die Menstruation setzte vor dem 40. Lebensjahr aus.

Ein Beispiel für vorzeitiges Eierstockversgen, wo bei einer 16jährigen die Eierstöcke so zurückgebildet waren wie nach den Wechseljahren, 2012 im British Medical Journal beschrieben:
Premature ovarian failure 3 years after menarche in a 16-year-old girl following human
papillomavirus vaccination, BMJ Reports 2012, Deirdre Therese Little, Harvey Rodrick
Grenville Ward, doi:10.1136/bcr-2012-006879
[http://casereports.bmj.com/content/2012/bcr-2012-006879.abstract]
Es zeigte sich, dass die Zulassungsbehörden geschlampt hatten - die Impfstoffhersteller konnten keine Studien über Versuche an Eierstöcken beibringen, nur an RattenHODEN!
Elisabeth Jenders, am 06. November 2018 um 11:48 Uhr

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