Anti-Baby-Pille: Erfolgreiches Lobbying von US-Frauenorganisationen für die Rezeptfreiheit. © meix

Anti-Baby-Pille: Erfolgreiches Lobbying von US-Frauenorganisationen für die Rezeptfreiheit.

US-Bundesstaaten: Verhütungspille wird rezeptfrei

bbm / 04. Sep 2015 - In Oregon und Kalifornien ist die Anti-Baby-Pille bald rezeptfrei erhältlich. In beiden Bundesstaaten gab es dafür parteiübergreifend Zustimmung.

Mit Oregon hat der zweite US-Bundesstaat nach Kalifornien beschlossen, die Anti-Baby-Pille und andere hormonelle Verhütungsmittel rezeptfrei zu machen. Frauen sollen zudem in der Apotheke eine Jahresdosis kaufen können. Die entsprechenden Gesetzesvorhaben erhielten parteiübergreifend Zustimmung. So bezeichnete der Republikaner Knute Buehler die Rezeptfreiheit als «die bedeutendste Ausweitung des Zugangs zur Empfängnisverhütung in diesem Land seit Jahren». Ein Fachgremium hatte bereits vor drei Jahren die Rezeptfreiheit empfohlen. Damit könne die Zahl ungewollter Schwangerschaften verringert werden. Die Rezeptfreiheit soll Anfang 2016 in Kraft treten.

Befragung und Information in der Apotheke

In Kalifornien hat das Parlament bereits vor zwei Jahren beschlossen, Apothekerinnen und Apothekern mehr Befugnisse zuzugestehen. So sollen sie bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel ohne ärztliche Verordnung abgeben dürfen. Dazu gehören hormonelle Verhütungsmittel. In diesem Herbst soll das Gesetz nun in Kraft treten, berichten US-Medien. Es schreibt vor, dass Frauen in der Apotheke einen Fragebogen ausfüllen und ihren Blutdruck messen lassen müssen. Und Apothekerinnen und Apotheker müssen sie mündlich über Dosierung und Risiken der hormonellen Verhütungsmittel informieren.

Erfolg für Frauenlobby

In den USA haben Frauenrechtsaktivistinnen seit langem dafür lobbyiert, dass Frauen der Zugang zu Verhütungsmitteln erleichtert wird. Männer könnten Kondome problemlos kaufen. Der einfachere Zugang zur Anti-Baby-Pille sei wichtig für die Gesundheit von Frauen. Allerdings sind in beiden Bundesstaaten die Krankenversicherungen nicht verpflichtet, die Kosten zu übernehmen.

In Deutschland, der Schweiz, Österreich und anderen europäischen Ländern ist die Verhütungspille rezeptpflichtig und wird von den Krankenkassen nicht bezahlt.

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