Eine Mutter in Ghana erhält per SMS Tipps für eine gesunde Schwangerschaft © impatientoptimists.org

Eine Mutter in Ghana erhält per SMS Tipps für eine gesunde Schwangerschaft

Ghana: Gesunde Geburt dank Gratis-Handys

fs / 22. Feb 2014 - In Ghana erhalten Schwangere ein Mobiltelefon und kostenlose Infos von Fachleuten. Das soll die Müttersterblichkeit reduzieren.

«Zero Mothers Die» heisst eine Kampagne, die Handys verschenken und damit die Müttersterblichkeit drastisch reduzieren will. Ein Gratis-Gesprächsguthaben und kostenlose Informationen von Fachleuten sollen auch in schwer zugänglichen Gebieten die Betreuung von Schwangeren deutlich verbessern. Ein Pilotprojekt startet dieses Jahr in Ghana.

Die Kampagne nutzt die wachsende Netzabdeckung. 96 Prozent der Weltbevölkerung haben laut der Stiftung «Advanced Development for Africa» Zugang zum Netz. «Wir wollen die Zahl der Frauen, die während einer Schwangerschaft oder Geburt sterben, nicht nur reduzieren, sondern mit Hilfe der Mobiltelefone auf Null senken», sagte Stiftungsgründerin und -präsidentin Coumba Touré auf einem UNO-Forum im letzten Herbst.

In Ghana wird «Zero Mothers Die» jährlich 100’000 Handys mit einem kostenlosen Gesprächsguthaben von monatlich 30 Minuten an Schwangere verschenken, die im vierten Monat sind. Dieses Guthaben kann nur für Gespräche mit Fachleuten verwendet werden. Die Schwangeren müssen sich registrieren und verpflichten, vor der Geburt mindestens vier Mal eine lokale Fachperson aufzusuchen. Jede Teilnehmerin erhält zweimal wöchentlich automatisch Informationen über Mutter und Kind per Text- und Sprachnachrichten in lokalen Sprachen. Zudem wird sie informiert, wie sie eine professionelle Betreuung während der Geburt finanzieren kann. Wer keinen Zugang zu Elektrizität hat, erhält ein Ladegerät, das mit Solarenergie betrieben wird. Damit kann eine Frau ihr eigenes Handy laden und Geld verdienen, indem sie Handys anderer Personen lädt. Zum Pilotprojekt in Ghana gehört auch, Gesundheitsfachleute, die in entlegenen Gebieten arbeiten, über Tabletcomputer weiterzubilden.

Finanziert wird das Pilotprojekt unter anderen von der UNO und dem Telekommunikationskonzern Airtel.

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