Zuzanna Ziomecka hat das Online-Portal «News Mavens» initiiert. © nm

Zuzanna Ziomecka hat das Online-Portal «News Mavens» initiiert.

Journalistinnen geben den Ton an

fs / 26. Apr 2018 - In den grossen Medien prägen Männer die Inhalte. Für ein europäisches Portal wählen ausschliesslich Frauen die Nachrichten aus.

Redaktorinnen grosser Medienhäuser aus ganz Europa empfehlen für das Online-Portal «News Mavens» relevante Berichte aus ihren jeweiligen Redaktionen. Auf Englisch fassen sie den Inhalt kurz zusammen und begründen, warum sie einen Bericht, ein Interview oder eine Reportage ausgewählt haben. Freie Journalistinnen können ihre eigenen Artikel, die veröffentlicht worden sind, empfehlen. Interessierte können über einen Link den Text in Originalsprache lesen. Ein Newsletter informiert regelmässig über die neusten Artikel.

Nachrichten aus weiblicher Perspektive

Initiantin des Portals ist Zuzanna Ziomecka von der polnischen Tageszeitung «Gazeta Wyborcza». Das Portal soll die Dominanz der Männer bei der Auswahl von Nachrichten brechen. Nicht einmal ein Drittel der Führungspositionen in den Redaktionen europäischer Medien seien von Frauen besetzt, sagt Ziomecka. Dadurch komme ein grosser Teil der Gesellschaft in der Berichterstattung zu kurz: «Nachrichten in Europa werden hauptsächlich aus einer männlich dominierten Perspektive ausgewählt.»

Google finanziert Portal

Zurzeit machen rund 30 Journalistinnen aus 18 Redaktionen mit. Dazu gehören die «Irish Times», die ungarische «Nepszava» und «De Standaard» aus Belgien. Aus den deutschsprachigen Ländern ist von den grossen Medienhäusern bisher einzig der «Standard» aus Österreich dabei. Finanziert wird das Portal vom Innovationsfonds der «Google Digital News Initiative».

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

keine

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Eine Meinung

Diese Mitteilung ist super. Dass für Frauen wichtige und relevante Themen immer wieder in den Medien gesucht werden mussten, hat mich veranlasst FrauenSicht zu abonnieren. Das ist für mich schon mal ein guter Schritt. Dass nun aber auch in den «Normalomedien» die FrauenSicht einfach auch dazugehören soll freut mich und ist der nächste wichtige Schritt in Sachen Gleichstellung, hier nun auch von Themen und «An"sichten..
Martha Beéry, am 26. April 2018 um 14:54 Uhr

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