Chrystia Freeland war kanadische Handelsministerin, neu ist sie Aussenministerin. © MSNBC

Chrystia Freeland war kanadische Handelsministerin, neu ist sie Aussenministerin.

Neue Aussenministerin soll Trump Paroli bieten

fs / 23. Jan 2017 - In der umgebildeten kanadischen Regierung bleibt der Frauenanteil hoch. Und Frauen leiten wichtige Ministerien.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat Anfang dieses Jahres seine Regierung umgebildet. Dem Kabinett gehören wie bisher 15 Frauen und 15 Männer an.

Wichtige Rolle für neue Aussenministerin

Anlass für die Regierungsumbildung war die Amtsübernahme von Donald Trump in den USA, berichtet die «Neue Zürcher Zeitung». Die linksliberale kanadische Regierung habe politisch viele Differenzen mit dem neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Doch Kanada sei handelspolitisch auf ein gutes Verhältnis mit den Vereinigten Staaten angewiesen. Rund drei Viertel seines Aussenhandels tätige Kanada mit den USA. Die kanadische Regierung müsse deshalb ein konstruktives Verhältnis zur neuen amerikanischen Regierung aufbauen und gleichzeitig die eigenen Interessen wahren. Dies traue Justin Trudeau offenbar eher der neuen Aussenministerin Chrystia Freeland zu als ihrem «blassen» Vorgänger Stéphane Dion.

Mit Ceta profiliert

Freeland war bisher Handelsministerin. Sie gilt als standfest und kompetent. International hat sie sich bei den Verhandlungen mit der EU über das Freihandelsabkommen Ceta profiliert. Freeland war vor ihrer politischen Karriere Journalistin. Sie hat mütterlicherseits ukrainische Wurzeln und spricht auch ukrainisch und russisch.

Frauen leiten wichtige Ministerien

Neben dem Aussenministerium haben Frauen in der neuen kanadischen Regierung weitere wichtige Ämter inne. Sie leiten unter anderen die Ministerien für Arbeit, Justiz, Öffentliche Dienste, Wissenschaft, Demokratische Institutionen, Staatseinnahmen, Umwelt sowie Gesundheit. Neue Frauenministerin ist Maryam Monsef.

Seltene Frauenmehrheit

Eine Geschlechter-Parität oder Frauenmehrheit in der Regierung ist weltweit immer noch selten. Es gibt oder gab sie beispielsweise in Schweden, Finnland, Norwegen, Frankreich, Italien, Spanien und für kurze Zeit in der Schweiz.

Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors

keine

Meinungen / Ihre Meinung eingeben

Ähnliche Artikel dank Ihrer Spende

Möchten Sie weitere solche Beiträge lesen? Neben den Abonnements-Einnahmen machen dies Spenden möglich.

Mit Kreditkarte oder Paypal - oder direkt aufs Spendenkonto
CH72 0900 0000 8001 5320 8 (CHF)
DE35 7001 0080 0058 5958 07 (Euro)
BIC: PBNKDEFF

Noch keine Meinungen

Ihre Meinung

Loggen Sie sich ein, um Ihre Meinung zu äussern. Wir möchten Missbräuche anonymer User möglichst vermeiden. Hier können Sie sich registrieren.
Sollten Sie ihr Passwort vergessen haben, können Sie es neu anfordern.