Moya Dodd kämpft für mehr Frauen in Fifa-Gremien. © CE

Moya Dodd kämpft für mehr Frauen in Fifa-Gremien.

Teil-Erfolg für Frauen im Fussball-Weltverband

bbm / 02. Mär 2016 - Eine Frauenquote soll den Einfluss der Frauen in der Fifa erhöhen. Die Quote ist jedoch tiefer als ursprünglich vorgesehen.

Der Fussball-Weltverband (Fifa) hat beschlossen, Strategie und Geschäftsführung zu trennen und ein Aufsichtsgremium einzurichten. Diesem 37-köpfigen Fifa-Rat sollen mindestens 6 Frauen angehören. Jeder der sechs Kontinentalverbände muss mindestens eine Frau delegieren.

30-Prozent-Quote abgelehnt

Federführend für den Vorschlag einer Frauenquote für das höchste Fifa-Gremium war die Australierin Moya Dodd. Mehr Frauen in den Fifa-Gremien könnten die Rahmenbedingungen für Fussballerinnen verbessern, meint sie. Die frühere Fussballerin hatte eine 30-Prozent-Quote für das Aufsichtsgremium vorgeschlagen, konnte sich damit aber in der Fifa nicht durchsetzen, berichtet die «Tageszeitung». Die nun beschlossene Quote von 16 Prozent hält Dodd für einen guten Anfang.

Bisher waren Lydia Nsekera aus Burundi und Sonia Bien-Aime von den Turks- und Caicos-Inseln die einzigen Frauen im höchsten Fifa-Gremium. Moya Dodd war zwar Mitglied, aber ohne Stimmrecht.

Erfolglose Klage gegen Fifa

Fussballerinnen kritisieren seit Jahren, dass die Fifa sie zweitrangig behandle. Letztes Jahr mussten sie die Fussball-Weltmeisterschaft auf dem billigeren Kunstrasen austragen. Fussballerinnen hatten vergeblich vor Gericht dagegen geklagt. Schliesslich beugten sie sich dem Druck der Fifa. Diese soll den Spielerinnen mit Suspendierung, der Absage der WM und einer Gegenklage wegen möglicher wirtschaftlicher Verluste gedroht haben.

Das Team der USA, das die Weltmeisterschaft gewann, sollte Ende letzten Jahres auf einem übel zugerichteten Platz in Hawaii ein Freundschaftsspiel gegen Trinidad und Tobago austragen. Die Spielerinnen weigerten sich wegen der Verletzungsgefahr. Auf so einem schlechten Platz mache sich ein männlicher Profi nicht einmal warm, sagten sie.

Uefa: Eine einzige Frau im Exekutivgremium

Die Vereinigung europäischer Fussballverbände (Uefa) hat vor fünf Jahren mit der Norwegerin Karen Espelund die bisher erste und einzige Frau in ihr oberstes Exekutivgremium berufen. Sie wurde von der Kommission für Frauenfussball vorgeschlagen und hat dieselben Rechte und Pflichten wie die 16 gewählten Mitglieder des Uefa-Exekutivkomitees. Unter den gewählten Mitgliederen war bisher noch nie Frau.

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