Die deutsche Theologin Marianne Schlosser ist neu in der theologischen Kommission. © UW

Die deutsche Theologin Marianne Schlosser ist neu in der theologischen Kommission.

Papst beruft mehr Frauen in theologische Kommission

bbm / 24. Okt 2014 - Im wichtigsten theologischen Beratungsgremium des Vatikans sind neu fünf Frauen. Das sind so viele wie nie zuvor.

Der Frauenanteil bleibt trotzdem bescheiden. In der 30-köpfigen Internationalen Theologischen Kommission ist er von 7 auf 17 Prozent gestiegen.

Fünf Theologinnen

Für die kommende Amtszeit 2014 bis 2019 hat Papst Franziskus folgende fünf Theologinnen in die Kommission berufen:

  • Marianne Schlosser: Die deutsche Theologin leitet seit 2004 das Institut für Theologie der Spiritualität an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.
  • Prudence Allen: Die US-Ordensschwester hat Lehraufträge in den USA und Grossbritannien. Sie gilt in den USA, wo der Nonnen-Dachverband «Leadership Conference of Women Religious» (LCWR) einen grundsätzlichen Konflikt mit dem Vatikan austrägt, als konservativ und Vatikan-treu.
  • Moira Mary McQueen: Die kanadisch-britische Professorin leitet das Katholische Institut für Bioethik an der Universität Toronto.
  • Tracey Rowland: Die australische Professorin führt das «John Paul II Institute for Marriage and Family» in Melbourne.
  • Alenka Arko: Die slowenische Ordensschwester hat nach einigen Jahren bei Radio Vatikan Lehraufträge in Russland übernommen.

Nur zwei Frauen

In der letzten Amtszeit gehörten nur zwei Frauen der Internationalen Theologischen Kommission an: Barbara Hallensleben, Professorin für Dogmatik und Ökumenismus an der Universität Freiburg (Schweiz), und Sara Butler, US-Ordensschwester und Dozentin für Dogmatik an der University of Saint Mary of the Lake in Chicago.

Die Internationale Theologische Kommission gibt es seit 1969. Aufgabe des maximal 30-köpfigen Gremiums ist es, die Glaubenskongregation bei Lehrfragen von grosser Bedeutung zu unterstützen. Vorsitzender ist der Glaubenspräfekt Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Die erste Versammlung des neuen Gremiums wird Anfang Dezember stattfinden.

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